Seniorenbetreuung

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Betreuung von SeniorInnen in Pflegeeinrichtungen

Es bereitet mir sehr viel Freude, den betagten BewohnerInnen meine Zeit zu schenken. Meine kunsttherapeutische Arbeit dient dazu, seelische Muster oder Verhaltensmuster durch Formen, Malen, Zeichnen, Anordnen von Gegenständen oder “in der Therapie-Sandkiste spielen” in Bewegung und Veränderung zu bringen.

Dabei ist es schön zu beobachten, dass in der Gruppe von 4 – 6 TeilnehmerInnen wertschätzende Gespräche wie etwa: “du kannst das gut, das ist schön geworden, was du gemacht hast, wie war denn das früher, hast Du da auch schon gemalt, gezeichnet“ etc. entstehen. Interaktion findet statt, Einzelne werden durch die Gruppe angeregt genau hinzuschauen, andere bei ihrer Tätigkeit zu beobachten, Tipps zu geben, Wertschätzung zu zeigen und überhaupt viel mehr als sonst im Alltag in der Pflegeeinrichtung zu sprechen. Ein spielerisches Ausprobieren neuer Wege der Kontaktaufnahme, der Aktivierung der Wahrnehmung sowie des Etwas-zustande-bringen, wo so vieles andere immer weniger funktioniert, führt zu  Zufriedenheit und Selbstwert-Stärkung.

Mein Therapiebegleithund Buddy (seit Juni 2018 im Hundehimmel) war ein besonders guter und beliebter Begleiter für die BewohnerInnen. Er ging ganz unvoreingenommen auf jeden Menschen zu, schmiegte sich an und freute sich über jede Berührung, genoss seine Streicheleinheiten und bot den so wichtigen Austausch und Körperkontakt.

Meine Arbeit setzt da an, sehr achtsam und respektvoll mit Klientinnen und Klienten umzugehen, in den Gesprächen wird wechselseitig Lebens-Sinn und -Energie genährt, werden Werte ergänzt. Betagte Menschen haben oft sehr wichtige Erkenntnisse und Schlüsse aus ihrem Leben gezogen und vermitteln, was sie vermisst haben, anders gemacht hätten und auf was es aus ihrer sprichwörtlich weisen Sicht ankommt.

Dass den Klientinnen und Klienten der kunsttherapeutische Dialog gut tut, ist spürbar und wird artikuliert. Es zeigt sich Freude und Dankbarkeit, die die Betroffenen oft selbst berührt und auch mich dankbar macht